CHMotion · 20264491
Schutz der Privatsphäre vor KI-Smartglasses und biometrischer Erkennung
Introduced
2Committee
3Floor vote
4Signed
Official status:Eingereicht
- Introduced
- 10/1/2026
- Chamber
- Nationalrat
- Official source
- Swiss Parliament
- Last verified
- Oct 8, 2026
The registry's own summary
What it does
Neue Gefahren im Alltag Mit dem Vordringen intelligenter Kamerabrillen verändert sich die Überwachung im Alltag grundlegend. Die Kamera sitzt unauffällig im Brillengestell und erfasst das Umfeld in Blickrichtung. Für Mitmenschen ist die Aufnahmetätigkeit kaum erkennbar. Kleine Lämpchen werden im Sonnenlicht schnell übersehen oder lassen sich technisch ausschalten. Bereits heute kommt es zu Persönlichkeitsverletzungen durch heimliches Filmen. Es droht ein Zustand, in dem sich Menschen aus Angst vor Überwachung im öffentlichen Leben vorsorglich einschränken. Kommerzielle Verwertung und Regulierungslücke Hinzu kommt die kommerzielle Verwertung. Aufnahmen werden an ausländische Server übermittelt, wo Subunternehmen teils intime Szenen manuell sichten, um KI-Systeme zu trainieren. Dies verletzt datenschutzrechtliche Grundsätze. Zivilklagen einzelner Betroffener greifen zu kurz, sobald Aufnahmen im Netz landen. Während die Europäische Union biometrische Erkennung im öffentlichen Raum streng regelt, fehlen in der Schweiz spezifische Schutzbestimmungen. Griffige Regeln und Importstandards sind deshalb notwendig. Der Bundesrat wird beauftragt, gesetzliche Bestimmungen vorzulegen, um die Privatsphäre und die Grundrechte der Bevölkerung vor den Risiken KI-fähiger Smartglasses und tragbarer Sensoren wirksam zu schützen. Dabei sind folgende Punkte zu regeln: Ein Verbot automatisierter Gesichtserkennung im öffentlichen Raum, wie etwa Echtzeit-Identifikationen oder automatische Namenszuordnungen durch Kameras in Brillen und ähnlichen Wearables Das Verbot, Bild- und Tonaufnahmen von nicht einwilligenden Drittpersonen für das Training von KI-Modellen oder für Auswertungen durch Subunternehmen weiterzuverwenden. Vorgaben für Hersteller und Importeure, wie unmanipulierbare Signalleuchten bei Aufnahmen, die Prüfung technischer Aufnahmesperren bei sensiblen Orten analog zu Drohnen sowie Import- und Zulassungsschranken für mangelhafte Geräte. Grundlagen für Trage- und Mitnahmeverbote von Kamerabrillen und anderen Wearables in besonders sensiblen Einrichtungen wie Freibädern, Saunas, Kitas, Spitälern oder Gerichtsgebäuden. Eine gestärkte Aufsicht durch den Datenschutzbeauftragten, die Durchsetzung von Schweizer Anlaufstellen für ausländische Anbieter und die Entlastung betroffener Privatpersonen bei der Rechtsdurchsetzung. Schutz der Privatsphäre vor KI-Smartglasses und biometrischer Erkennung
Who proposed it
Sponsors by party
- 1Sozialdemokratische Partei der Schweiz18
- 2GRÜNE Schweiz4
- 3Schweizerische Volkspartei2
- 4Eidgenössisch-Demokratische Union2
- 5Die Mitte1
- 6Lega dei Ticinesi1
- 7Mouvement Citoyens Genevois1
- 8Grünliberale Partei1
- 9Alternative-die Grünen Kanton Zug1
- Roth DavidLead proponent
Where it was sent
No committee referral is recorded for this proposal.
These records span the legislative lifecycle. Each badge shows the record's current official state; the resulting law is linked only when the official source identifies it.