CHMotion · 20264390
Qualität des Service public braucht genügend Personal
Introduced
2Committee
3Floor vote
4Signed
Official status:Eingereicht
- Introduced
- 10/1/2026
- Chamber
- Nationalrat
- Official source
- Swiss Parliament
- Last verified
- Oct 8, 2026
The registry's own summary
What it does
Die Bundesverwaltung steht unter erheblichem Spardruck. In verschiedenen Verwaltungseinheiten führen Sparvorgaben bereits heute zu Stellenabbau und Kündigungen. Gleichzeitig nehmen Aufgaben und Anforderungen weiter zu. Die Zahlen zeigen, dass die Personalausgaben nicht Treiber des Ausgabenwachstums sind. 2015 betrug der Anteil der Personalausgaben an den Gesamtausgaben noch 8,4, 2025 waren es noch 7,4 %. Während die Gesamtausgaben in zehn Jahren um rund 34 % stiegen, nahmen die Personalausgaben lediglich um rund 19 % zu. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung, Aufgaben werden komplexer und neue politische Aufträge kommen hinzu. Die Zahl der parlamentarischen Vorstösse inklusive Fragestunde ist gemäss Curia Vista in den vergangenen 20 Jahren ebenfalls um rund 140 % gestiegen. Fortdauernde Sparvorgaben bei gleichzeitig wachsenden Aufgaben führen zu immer neuen Reorganisationen. Diese binden erhebliche Ressourcen für Veränderungsprozesse – Ressourcen, die für die eigentliche Aufgabenerfüllung fehlen. Permanente Reorganisation und Spardruck ist nicht gleichbedeutend mit höherer Effizienz. In vielen Verwaltungseinheiten sind die Spielräume ausgeschöpft. Weiterer Stellenabbau bei wachsenden Aufgaben gefährdet Qualität und Leistungsfähigkeit und belastet Gesundheit und Motivation der Mitarbeitenden. Noch sind die Identifikation mit der Arbeitgeberin Bund und die Leistungsbereitschaft gemäss Personalbefragung hoch. Permanenter Spardruck und pauschale öffentliche Kritik am Bundespersonal gefährden jedoch zunehmend auch dieses wichtige Kapital des Bundes. Wer einen leistungsfähigen Service public will, muss die notwendigen Personalressourcen bereitstellen. Wo Aufgaben wachsen, muss auch die Schaffung zusätzlicher Stellen möglich sein. Werden Stellen abgebaut, muss transparent entschieden werden, welche Aufgaben reduziert und auf welche Leistungen verzichtet wird. Mehr Aufgaben, weniger Personal und gleichzeitig unveränderte Qualität sind auf Dauer nicht miteinander vereinbar. Der Bundesrat wird beauftragt, sicherzustellen, dass die Bundesverwaltung über die zur Erfüllung ihrer Aufgaben und zur Gewährleistung eines qualitativ hochstehenden Service public notwendigen Personalressourcen verfügt. Bei neuen Aufgaben ist der Personalbedarf angemessen zu berücksichtigen. Werden Personalressourcen abgebaut, sind Aufgaben und Leistungsumfang entsprechend anzupassen. Qualität des Service public braucht genügend Personal
Who proposed it
Sponsors by party
- 1Sozialdemokratische Partei der Schweiz3
- 2Die Mitte1
- 3GRÜNE Schweiz1
- Dünki-BättigLead proponent
Where it was sent
No committee referral is recorded for this proposal.
These records span the legislative lifecycle. Each badge shows the record's current official state; the resulting law is linked only when the official source identifies it.