CHMotion · 20264374
EU-Zollreform: Anpassungsbedarf des Zollsicherheitsabkommens Schweiz–EU rechtzeitig klären
Introduced
2Committee
3Floor vote
4Signed
Official status:Eingereicht
- Introduced
- 9/30/2026
- Chamber
- Ständerat
- Official source
- Swiss Parliament
- Last verified
- Oct 8, 2026
The registry's own summary
What it does
Bisher geniessen Schweizer Firmen Erleichterungen bei Zollkontrollen und Formalitäten dank dem Abkommen über Zollerleichterungen und Zollsicherheit (ZESA). So ist der Warenverkehr von der Voranmeldepflicht befreit und Schweizer Firmen können als «zugelassener Wirtschaftsbeteiligter» (AEO) von Erleichterungen bei sicherheitsrelevanten Zollkontrollen profitieren. Mit der von Rat und EU-Parlament im Frühling 2026 beschlossene Zollreform wird ein neuer «Trust & Check»-Status für besonders vertrauenswürdige Händler eingeführt. Unternehmen mit diesem Status sollen von einer Reihe von Vereinfachungen im Zollprozess profitieren. Es ist unklar, inwiefern Schweizer Firmen diesen neuen Status erhalten können und was die Voraussetzungen dafür sind. Die Zollreform ist unter anderem eine Antwort auf die zunehmende Zahl an Kleinsendungen (Shein, Temu etc.) aus Asien. Die EU sieht in diesem Zusammenhang auch stärkere Zollkontrollen vor, die über eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr finanziert werden sollen. Zudem führt die EU eine neue zentrale EU-Zolldatenplattform ein und will die Zollverfahren stärker digitalisieren. Gegeben der parallel in der Schweiz erfolgten Digitalisierung der Zollprozesse, eröffnet dies Chancen die Zollprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Bessere Daten dank einem Zugriff der Schweizer Behörden auf die neue zentrale Zolldatenplattform könnten risikoorientiertere Zollkontrollen ermöglichen. Damit die Interessen der Schweizer Wirtschaft bestmöglich gewahrt werden, braucht es nun möglichst zeitnah eine Analyse der Auswirkungen und eine koordinierte Interessensvertretung gegenüber der EU. Zugleich sind die Potenziale zu nutzen, welche die Digitalisierungsbemühungen und die neue Zolldatenbank der EU bei einer stärkeren Zusammenarbeit der Zollbehörden bringen könnten. Dazu ist möglicherweise eine Aktualisierung und Weiterentwicklung des Abkommens über Zollerleichterungen und Zollsicherheit (ZESA) notwendig. Der Bundesrat wird beauftragt, die Auswirkungen der EU-Zollreform auf den Marktzugang Schweiz–EU zu prüfen und Massnahmen zu ergreifen, damit Schweizer Unternehmen weiterhin von denselben Vereinfachung profitieren, wie die EU-Unternehmen. Zudem ergreift er Massnahmen, damit die Chancen für die Zollzusammenarbeit durch die neue zentrale Zolldatenplattform und die Digitalisierung der Zollprozesse in der EU genutzt werden. EU-Zollreform: Anpassungsbedarf des Zollsicherheitsabkommens Schweiz–EU rechtzeitig klären
Who proposed it
Sponsors by party
- 1Grünliberale Partei1
- 2Sozialdemokratische Partei der Schweiz1
- 3FDP.Die Liberalen1
- 4Die Mitte1
- 5GRÜNE Schweiz1
- MoserLead proponent
Where it was sent
No committee referral is recorded for this proposal.
These records span the legislative lifecycle. Each badge shows the record's current official state; the resulting law is linked only when the official source identifies it.