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CHMotion · 20263429

Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft

Introduced
2Committee
3Floor vote
4Signed

Official status:Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor

Introduced
3/20/2026
Chamber
Nationalrat
Official source
Swiss Parliament
Last verified
Oct 8, 2026

The registry's own summary

What it does

Ein Viertel der Betriebsleitenden in der Schweiz ist über 60 Jahre alt und wird somit in den kommenden fünf Jahren das Pensionsalter erreichen oder hat dieses bereits erreicht – womit auch die Direktzahlungen entfallen (BFS 2025). Eine Umfrage aus dem Jahr 2016 zeigt, dass zu diesem Zeitpunkt nur bei 44 Prozent der über 50-jährigen Betriebsleitenden eine Betriebsweiterführung durch die Familie wahrscheinlich war. Bei 21 Prozent war diese unwahrscheinlich und in 35 Prozent der Fälle ungewiss (BFS 2017). Fehlt es an einer familieninternen Nachfolgelösung, wird der Betrieb dann oft aufgegeben – das Wohnhaus wird abparzelliert und das Land verpachtet oder verkauft. So schreitet das Hofsterben voran und die verbleibenden Betriebe werden in der Folge immer grösser und kapitalintensiver. Während der Bundesrat mit dem voranschreitenden Strukturwandel vor allem vorteilhafte wirtschaftliche Skaleneffekte in Verbindung bringt, sind damit auch eine Vielzahl negativer Folgen ver­bunden: Eine Land­wirtschaft mit immer weniger, ein­seitig spezialisierten Betrieben schafft Abhängigkeiten, einen Verlust der Viel­falt und gefährdet die Versorgungs­sicherheit. Zudem stellt die Über­nahme eines grossen, kapital­intensiven Betriebs eine enorme finanzielle Heraus­forderung dar. Zunehmend grosse Betriebe erhalten auch immer grössere Beträge an Direktzahlungen – was der Akzeptanz der Direktzahlungen in der Bevölkerung nicht zuträglich ist. Gleichzeitig gibt es viele gut ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte ohne Aussicht auf Übernahme eines eigenen Betriebs, die einen Hof führen und Lebensmittel produzieren möchten. Diesen bleibt der Zugang zur Landwirtschaft allzu oft verwehrt. Um dem Hofsterben in der Schweiz entgegenzuwirken und einen attraktiven und zukunftsfähigen Agrarsektor zu erhalten, spielen ausserfamiliäre Hofübergaben eine zentrale Rolle. Mitunter dafür soll die Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft optimale Rahmenbedingungen schaffen. Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung eines funktionierenden Generationenwechsels in der Landwirtschaft. Die Herausforderungen bei Hofübergaben sind vielfältig und betreffen rechtliche, betriebliche, finanzielle und familiäre Aspekte. Allerdings ist die Anzahl Lernender im Berufsfeld Landwirtschaft seit vielen Jahren stabil bis leicht steigend: 2024 haben 1197 Personen ein Eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Landwirt/in erworben ( www.bfs.admin.ch > Statistiken > Bildung und Wissenschaft > Bildungsabschlüsse > Sekundarstufe II > Berufliche Grundbildung). Aus Sicht des Bundesrates ist der Bedarf an gut ausgebildetem Nachwuchs somit gedeckt. Gemäss einer Analyse des Schweizer Bauernverbands (SBV) hat die Überalterung keinen Einfluss auf den Strukturwandel, der seit rund 20 Jahren konstant verläuft und primär von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt wird ( www.sbv-usp.ch > Startseite > Services > Agristat - Statistik der Schweizer Landwirtschaft > AGRISTAT Aktuell > Agristat Aktuell 02-22: Der Strukturwandel in der Landwirtschaft ist erstaunlich konstant). Eine nationale Umfrage ( www.sbv-usp.ch > Medien > Medienmitteilungen > Klare Erwartungen an die Agrarpolitik 2030) zeigt, dass die meisten Betriebe bis in 10 Jahren voraussichtlich immer noch durch die aktuellen Betriebsleitenden bewirtschaftet werden. Nur gerade 1.4 % gaben an, dass der Betrieb bis dann aufgelöst wird. Eine neue Studie von Agroscope zeigt auf, dass die Alterung insbesondere Ackerbaubetriebe in der Talregion betrifft ( https://www.agrarforschungschweiz.ch > Archiv > Die Schweizer Landwirtschaft altert – was bedeutet das für die Zukunft?). In der Talregion ist jedoch eine ausreichende Nachfrage nach Betrieben oder freiwerdenden Flächen vorhanden. Grössere Betriebe führen zudem nicht zwingend zu weniger Vielfalt, da ihnen grundsätzlich mehr Mittel für Diversifizierung und Innovation zur Verfügung stehen. Für ausserfamiliäre Übergaben bestehen bereits spezialisierte Angebote von Kantonen und Privaten wie, z.B. die Stiftung Hofnachfolge oder hofuebergabe.ch. Des Weiteren unterstützt das BLW das Projekt «La remise de fermes extra-familiale», das auf langjährige Erfahrungen der entsprechenden Anlaufstelle aufbaut und von zentralen landwirtschaftlichen Akteuren getragen wird. Insgesamt sind aus Sicht des Bundesrates die bestehenden spezialisierten und kantonalen Beratungsangebote zielgerichteter und wirksamer als eine nationale Strategie, die den jeweils einzelbetrieblich unterschiedlichen Situationen kaum gerecht werden könnte. Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion. Der Bundesrat wird beauftragt, eine Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft zu erarbeiten. Darin sollen die finanziellen, rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen, die für den Generationenwechsel relevant sind, systematisch untersucht werden. Gestützt darauf sollen Massnahmen ergriffen werden, um bestehende Hürden und Fehlanreize zu beheben und den Generationenwechsel zu fördern. Strategie für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft

Who proposed it

Sponsors by party

  1. 1
    GRÜNE Schweiz16
  2. 2
    Sozialdemokratische Partei der Schweiz5
  3. 3
    Grünliberale Partei4
  4. 4
    Die Mitte1
  5. 5
    Alternative-die Grünen Kanton Zug1
  • BaumannLead proponent

    GRÜNE Schweiz · Nationalrat · Sponsor

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