Skip to content
This site is in beta. Expect a few mistakes — fixes and features are still being worked on.
Good ideas shouldn't stop at borders.
Sign in
CHMotion · 20263239

Einführung eines nationalen Radikalisierungs- und Extremismusmonitorings in der Schweiz

✓Introduced
Committee
3Floor vote
4Signed

Official status:Zugewiesen an die behandelnde Kommission

Introduced
3/19/2026
Chamber
Ständerat
Official source
Swiss Parliament
Last verified
Oct 8, 2026

The registry's own summary

What it does

MOTRA („Monitoring von Radikalisierung und Extremismus“) zeigt für Deutschland, dass Radikalisierung und politisch motivierte Kriminalität in allen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten auftreten und sich in verschiedenen Extremismusformen sowie in Hasskriminalität sowie in den Opfererfahrungen von Einzelpersonen und Gruppen manifestieren. Besonders deutlich wird, dass junge Menschen zunehmend empfänglich für islamistische Radikalisierungsangebote sind und dass digitale Kanäle sowie soziale Medien eine zentrale Rolle bei der Verbreitung extremistischer Inhalte spielen. Politisch motivierte Straftaten, verbale und physische Anfeindungen, Hassbotschaften im digitalen Raum sowie Übergriffe verdeutlichen die gesellschaftlichen Risiken. Gleichzeitig zeigt MOTRA, dass viele Betroffene Bedrohung, Angst oder körperliche Verletzungen erleben, wobei die Perspektive der Opfer bislang systematisch unzureichend erfasst wird. In der Schweiz bestehen zwar bereits Instrumente, bzw. Ansätze wie der Aktionsplan „Prävention von Radikalisierung“ sowie verschiedene kantonale Frühwarn- und Beratungsstellen. Diese leisten wichtige Arbeit, erfassen Radikalisierungsprozesse und Extremismusformen jedoch bislang unzureichend und nicht kontinuierlich. Wir müssen in der Schweiz mehr über gefährliche unterschwellige Prozesse in der Gesellschaft wissen, um Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und ihr gezielt entgegenwirken zu können. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Grundlage für Prävention, den gezielten Schutz gefährdeter Personen und die Stärkung der demokratischen Resilienz der Gesellschaft bilden. Ziel ist, dass die Schweiz auf Basis verlässlicher Daten Radikalisierungsprozesse frühzeitig erkennt, ihnen gezielt begegnet, Opfer schützt und die demokratische Kultur nachhaltig stabilisiert. Bestehende Instrumente können so systematisch miteinander verknüpft und wirksam ergänzt werden. Das Monitoring soll dabei wissenschaftlich fundiert, methodisch transparent und praxisnah gestaltet sein. Das Anliegen für ein verbessertes Monitoring, namentlich hinsichtlich der Früherkennung von Radikalisierungstendenzen, kann bei der Ausarbeitung des nächsten Nationalen Aktionsplans gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus aufgenommen werden. Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion. Der Bundesrat wird beauftragt, ein nationales, systematisches Monitoring von Radikalisierung und Extremismus aufzubauen, das alle relevanten Extremismusformen berücksichtigt, regionale Unterschiede dokumentiert, digitale Radikalisierungswege wie Social-Media-Propaganda erfasst und die Opfererfahrungen integrativ abbildet. Einführung eines nationalen Radikalisierungs- und Extremismusmonitorings in der Schweiz

Who proposed it

  • Z'graggenLead proponent

    Die Mitte · Ständerat · Sponsor

Where it was sent

No committee referral is recorded for this proposal.

These records span the legislative lifecycle. Each badge shows the record's current official state; the resulting law is linked only when the official source identifies it.