CHPostulat · 20263059
Prämienkontrolle (OKP) 1.1: Kostentransparenz im Zusammenhang mit Verabreichungssystemen, Herstellungsorten und Beschaffungsmodalitäten bei kassenpflichtigen Arzneimitteln
Introduced
2Committee
3Floor vote
4Signed
Official status:Überwiesen an den Bundesrat
- Introduced
- 3/5/2026
- Chamber
- Nationalrat
- Official source
- Swiss Parliament
- Last verified
- Oct 8, 2026
The registry's own summary
What it does
Die Preise der von der OKP vergüteten Arzneimittel sind ein Faktor, der die Versicherten finanziell belastet. Die Schweiz verfügt über Mechanismen zur Preiskontrolle, insbesondere durch internationale Vergleiche und die Bewertung der therapeutischen Wirksamkeit. Dennoch bleibt die Detailstruktur der Kosten undurchsichtig. Der Preis eines Arzneimittels hängt nicht nur vom Wirkstoff, sondern auch vom Verabreichungssystem ab. Verabreichungssysteme wie Injektionsstifte, Sprays, Fertigspritzen oder andere Kombinationsprodukte können einen erheblichen Teil der Endkosten ausmachen. Es ist wichtig, besser zu verstehen, wie dieser Anteil zustande kommt. Heute werden Arzneimittel (Wirkstoffe, Verabreichungssysteme) grösstenteils in Drittländern produziert, wo die Herstellungskosten deutlich tiefer sind als in der Schweiz oder in Westeuropa. Es gilt daher zu prüfen, inwieweit sich die tieferen Produktionskosten auf die Schweizer Marktpreise auswirken. Im Spitalbereich machen bestimmte Initiativen für Sammeleinkäufe oder für die Nutzung von Beschaffungsplattformen ‒ auch auf europäischer Ebene ‒ Sparpotenzial deutlich. Jedoch sind solche Bündelungen momentan nur begrenzt möglich und unzureichend dokumentiert. Es muss geklärt werden, wie die erzielten Einsparungen auf die Prämien übertragen werden können. Angesichts der kontinuierlich steigenden Gesundheitsausgaben ist es unerlässlich, die eigentlichen Determinanten der Arzneimittelpreise zu klären und die Verbesserungsmöglichkeiten zu evaluieren. Spezifische Kosten einzelner Verabreichungssysteme oder der Produktionsstandort haben heute keinen direkten Einfluss auf die Preisbildung in der Spezialitätenliste (SL). Verabreichungssysteme, die nicht Bestandteil des Fertigarzneimittels sind, werden separat über die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) vergütet, falls sie in der Mittel- und Gegenstandsliste (MiGeL) aufgeführt sind. Der Bundesrat unterstützt mangels Transparenz eine Analyse zum Einfluss spezifischer Kosten von Verabreichungssystemen und anderer Faktoren auf die Arzneimittel- sowie Mittel- und Gegenstandspreise. Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates. Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und in einem Bericht aufzuzeigen, wie sich die verschiedenen Arzneimittel-Verabreichungssysteme (z. B. Injektionsstifte, Sprays, Kanülen, Spritzen oder Kombinationsprodukte), Herstellungsorte und Beschaffungsmodalitäten auf die Arzneimittelpreise in der Schweiz auswirken. Der Bericht soll insbesondere: - den Anteil der Kosten der Verabreichungssysteme am Endpreis der Arzneimittel ermitteln, - untersuchen, inwieweit sich die Einsparungen, die durch die Produktion im Ausland erzielt werden, auf die Preise von Arzneimitteln auswirken, die von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) vergütet werden, - die Erfahrungen mit Sammeleinkäufen und Beschaffungsplattformen analysieren, insbesondere im Rahmen von Kooperationen von Schweizer Spitälern oder von europäischen Plattformen. Prämienkontrolle (OKP) 1.1: Kostentransparenz im Zusammenhang mit Verabreichungssystemen, Herstellungsorten und Beschaffungsmodalitäten bei kassenpflichtigen Arzneimitteln
Who proposed it
Sponsors by party
- 1Schweizerische Volkspartei8
- 2GRÜNE Schweiz4
- 3FDP.Die Liberalen3
- 4Mouvement Citoyens Genevois2
- 5Sozialdemokratische Partei der Schweiz1
- 6Grünliberale Partei1
- Bläsi ThomasLead proponent
Where it was sent
No committee referral is recorded for this proposal.
These records span the legislative lifecycle. Each badge shows the record's current official state; the resulting law is linked only when the official source identifies it.