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CHMotion · 20254643

Vom Start-up zum Scale-up. Eine strategische Rolle für die ETH

Language
Introduced
2Committee
3Floor vote
4Signed

Official status:Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor

Introduced
12/18/2025
Chamber
Nationalrat
Official source
Swiss Parliament
Last verified
Oct 8, 2026

The registry's own summary

What it does

Die Schweiz gehört dank einer starken Förderung von Bildung, Forschung und Wissenstransfer zu den innovativsten Ländern. Innosuisse begleitet Start-ups vor ihrem Markteintritt, und die ETH bieten ein günstiges Umfeld für die Gründung von Spin-offs. Derzeit gibt es jedoch keine Institution des Bundes, die den Übergang zur Skalierung unterstützt. Diese Lücke führt dazu, dass zahlreiche vielversprechende Start-ups das Land verlassen oder aufgekauft werden, was die technologische Souveränität der Schweiz schwächt und die wirtschaftlichen Vorteile für die Schweiz reduziert. Während der Scale-up-Phase benötigen junge Unternehmen vor allem Kapital. In der Stellungnahme zur Motion 23.3845 anerkennt der Bundesrat, dass ein Innovationsfonds das Schweizer Innovationsökosystem und den Risikokapitalmarkt stärken würde. Der Bundesrat betont jedoch, dass der Bund derzeit nicht über den finanziellen Handlungsspielraum zur Umsetzung eines solchen Fonds verfügt. Die hier vorgeschlagene Lösung umgeht das Haushaltsproblem: Es werden keine zusätzlichen Bundesmittel benötigt und der Fonds finanziert sich selbst, ohne die ETH dauerhaft zu belasten. Es würde sich nicht um ein neues Förderinstrument handeln, sondern um ein Instrument zur Aufwertung und zum Transfer von Technologie, das im Einklang mit dem Auftrag der ETH im Bereich Wissens- und Technologietransfer steht. Ein solcher Fonds würde unseren vielversprechendsten Start-ups helfen, die entscheidende Phase des Scale-ups zu meistern. Er würde zudem zeigen, dass die Schweiz in die eigenen Innovationen investiert, und könnte andere Akteure, darunter Pensionskassen, dazu ermutigen, diesem Beispiel zu folgen. Die ETH verfügen über die erforderlichen Kompetenzen und die Glaubwürdigkeit, um dieses Projekt erfolgreich umzusetzen. Im Falle einer Auflösung des Fonds wird der aus dem Bundesbeitrag stammende Anteil wieder für die Lehr- und Forschungsaufgaben der ETH verwendet. Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) erfüllen die drei Aufgaben, die für alle Hochschulen konstituierend sind, nämlich Lehre, Forschung sowie Wissens- und Technologietransfer (WTT). Die Gewährleistung guter Rahmenbedingungen für die Gründung von Spin-offs, wie sie der Bundesrat in seinen strategischen Zielen 2025–2028 einfordert, fällt in den Bereich des WTT; finanzielle Investitionen in Unternehmen, die schon am Markt tätig sind, gehören aber nicht zu den Aufgaben der beiden ETH. Sie sind weder Förderinstitutionen noch Risikokapitalgeber und verfügen nicht über die notwendigen Ressourcen und Expertise, um kommerzielle Unternehmen finanziell zu unterstützen. Ausserdem könnten solche Investitionen seitens der ETH zu Interessenkonflikten und Wettbewerbsverzerrungen führen. Gemäss der Motion könnte der öffentliche Anteil an der Startfinanzierung des Fonds dem Finanzierungsbeitrag des Bundes an den ETH-Bereich entnommen werden. Es seien keine zusätzlichen Bundesmittel notwendig. Der Finanzierungsbeitrag des Bundes dient dem ETH-Bereich primär zur Deckung des laufenden Betriebsaufwands für Lehre und Forschung. In der gegenwärtigen angespannten Lage muss auch der ETH-Bereich einen finanziellen Beitrag zur Entlastung des Bundeshaushalts leisten. Gleichzeitig ist er mit einem stetigen Studierendenwachstum konfrontiert und muss Ausgaben tätigen, um im weltweiten Wettbewerb an der Spitze mithalten zu können. Der Einsatz bestehender Mittel zugunsten eines revolvierenden Fonds würde unmittelbar zulasten des Kernauftrags gehen. Der Fonds würde die Mittel langfristig binden, ohne kurzfristigen Nutzen für Lehre und Forschung zu schaffen. Rückflüsse würden erst mittelfristig anfallen und sind mit finanziellen Risiken verbunden, was die Budgetplanung der beiden ETH zusätzlich erschwert. Zudem würde der Aufbau und Betrieb des Fonds zusätzlichen administrativen Aufwand verursachen. Aus Sicht des Bundesrates besteht zudem keine Sicherheit dafür, dass sich der Fonds nach der Initialphase selbst finanzieren würde. Dies wäre nur möglich, wenn die unterstützten Firmen in der Mehrheit nachhaltig substanzielle Gewinne erzielten und diese ohne Nachteile für ihre weitere Entwicklung zurückzahlen könnten. Bis unterstützte Unternehmen ggf. Marktfähigkeit erreichen, vergehen erfahrungsgemäss mehrere Jahre. Die Akquise des privaten Kapitals für den Fonds wäre zusätzlich eine zu lösende Frage. Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme auf die inzwischen zurückgezogene Motion 23.3845 Gapany «Schaffung eines Innovationsfonds» generell zum Konzept eines Innovationsfonds Stellung genommen. Er anerkennt den potenziell positiven Beitrag zur Stärkung des Start-up-Standorts Schweiz. Er hält aber fest, dass er angesichts der bereits umgesetzten Massnahmen zugunsten von Start-ups sowie der herausfordernden Perspektiven für den Bundeshaushalt für die nächsten Jahre nicht über den erforderlichen Handlungsspielraum verfügt, um einen solchen Innovationsfonds zu schaffen. Die finanzpolitische Sachlage hat sich seither nicht verbessert. Gemäss dem Swiss Start-up Radar 2025/2026 ( StartupRadar25_26.pdf ) hat sich die Situation für Scale-ups in der Schweiz insgesamt verbessert. Zum gleichen Schluss kommt eine Analyse von Avenir Suisse, gemäss der sich die Risikokapitalinvestitionen in der Schweiz seit 2013 mindestens verfünffacht haben und ausländische Geldgeber für wachstumsstarke Start-ups gewinnbringend sind (Fachwissen, Netzwerkkontakte). Gemäss der Analyse haben nur rund 5% der zwischen 2013 und 2021 gegründeten Start-ups ihren Hauptsitz bis Mitte 2025 ins Ausland verlegt ( Staatliches Risiko(-kapital)? - Avenir Suisse ). Der Bundesrat wurde mit dem Postulat 25.3427 WBK-S «Finanzierung von Innovationen und Erhalt von Arbeitsplätzten in der Schweiz» u.a. beauftragt zu prüfen, wie die Rahmenbedingungen für verstärkte Investitionen in das Wachstum von Start-ups verbessert werden können. Er wird im Rahmen seines Berichts in Erfüllung dieses Postulats der Frage nachgehen, ob weitere Massnahmen angezeigt erscheinen. Die Innovationsförderagentur des Bundes, Innosuisse, unterstützt Innovationsprojekte von Start-ups vor deren Markteintritt mit finanziellen Mitteln. Mit Dienstleistungsangeboten wie dem Start-up Coaching oder den Internationalisierungsmassnahmen (Teilnahme an Camps/Messen im Ausland) unterstützt sie Start-ups aber auch in der Wachstumsphase. Darüber hinaus steht Innosuisse in engem Kontakt mit dem Start-up Ökosystem und baut den systematischen Informationsaustausch mit privaten Kapitalgebern weiter aus, womit die Kapitalsuche geförderter Start-ups zusätzlich unterstützt wird. Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion. Der Bundesrat wird beauftragt: a. in die strategischen Ziele der Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) die Aufgabe aufzunehmen, nicht nur die Gründung von Start-ups zu unterstützen, sondern auch den Übergang zur Skalierung, um die Entwicklung von Start-ups zu fördern und ihren Verbleib in der Schweiz zu sichern; b. den ETH die Schaffung eines zweckgebundenen Fonds zu ermöglichen, der mit einer gemischten öffentlich-privaten Startfinanzierung ausgestattet ist, bei welcher der öffentliche Anteil aus dem Bundesbeitrag stammen kann; c. die notwendigen Gesetzesänderungen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass die aus den Investitionen erzielten Erträge vollständig in den Fonds reinvestiert werden, sodass die Autonomie und langfristige Tragfähigkeit gewährleistet sind. Vom Start-up zum Scale-up. Eine strategische Rolle für die ETH

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  1. 1
    Sozialdemokratische Partei der Schweiz36
  2. 2
    GRÜNE Schweiz22
  3. 3
    Die Mitte17
  4. 4
    Schweizerische Volkspartei11
  5. 5
    FDP.Die Liberalen8
  6. 6
    Grünliberale Partei5
  7. 7
    Eidgenössisch-Demokratische Union2
  8. 8
    Mouvement Citoyens Genevois2
  9. 9
    Evangelische Volkspartei der Schweiz1
  10. 10
    Lega dei Ticinesi1
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Where it was sent

No committee referral is recorded for this proposal.

These records span the legislative lifecycle. Each badge shows the record's current official state; the resulting law is linked only when the official source identifies it.