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CHMotion · 20244505

Spenden von öffentlichen und systemrelevanten Unternehmen an Parteien und politische Akteure verbieten

Language
✓Introduced
✕Closed
3Floor vote
4Signed

Official status:Erledigt

Introduced
12/19/2024
Chamber
Ständerat
Official source
Swiss Parliament
Last verified
Oct 8, 2026

The registry's own summary

What it does

Mit dem BPR soll unter anderem die Transparenz bei der Politikfinanzierung in der Schweiz erhöht werden (Titel 5b ff.). Die ersten Erfahrungen mit dem Gesetz sind durchaus positiv. Artikel 76h zählt Zuwendungen auf, die für den Gesetzgeber eine unerwünschte Form der Politikfinanzierung darstellen, insbesondere anonyme Zuwendungen und Zuwendungen aus dem Ausland. Die jüngste Geschichte der Parteispenden zeigt, dass die derzeitige Gesetzgebung Lücken aufweist. Insbesondere ist es stossend, wenn Unternehmen, die in öffentlichem Besitz oder durch eine Staatsgarantie abgesichert sind, durch Spenden die politische Meinungsbildung beeinflussen. Parteien und politische Akteure erhalten nämlich Spenden, die de facto durch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler abgesichert sind. So beliefen sich die Parteispenden der global systemrelevanten Banken im Jahr 2023 auf über eine Million Franken. Sie wurden ausschliesslich an politische Parteien überwiesen. Systemrelevante Unternehmen stellen für die Schweizer Volkswirtschaft und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ein hohes Risiko dar. Es muss deshalb unbedingt verhindert werden, dass diese Unternehmen mit ihrer Spendenpolitik die politischen Entscheidungen beeinflussen. Im Juni 2021 verabschiedete das Parlament eine Änderung des Bundesgesetzes über die politischen Rechte (BPR; SR 161.1). Konkretisiert wurde diese Änderung im August 2022 durch die Verordnung über die Transparenz bei der Politikfinanzierung (VPofi, SR 161.18). Beide sind am 23. Oktober 2022 in Kraft getreten. Im 2024 veranlasste der Bundesrat die Evaluation der Umsetzung der neuen Transparenzregeln mit dem Ziel, mögliche Mängel aufzudecken und gegebenenfalls die erforderlichen Anpassungen vorzunehmen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Analyse wird der Bundesrat bei Bedarf dem Parlament konkrete Vorschläge unterbreiten. Vor diesem Hintergrund wäre es verfrüht, eine Revision des BPR in Betracht zu ziehen, bevor die laufende Evaluation abgeschlossen ist und deren Ergebnisse eindeutig feststehen. Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion. Der Bundesrat wird beauftragt, das Bundesgesetz über die politischen Rechte (BPR) folgendermassen anzupassen: Artikel 76h Absatz 1 BPR: Art 76h Verbotene Subventionen Absatz 1 ... c von monetären und nicht-monetären Zuwendungen, die ganz oder teilweise der öffentlichen Hand gehören oder durch eine ausdrückliche oder stillschweigende Staatsgarantie abgesichert sind. Spenden von öffentlichen und systemrelevanten Unternehmen an Parteien und politische Akteure verbieten

Who proposed it

Sponsors by party

  1. 1
    Sozialdemokratische Partei der Schweiz3
  2. 2
    Mouvement Citoyens Genevois1
  • HurniLead proponent

    Sozialdemokratische Partei der Schweiz · Ständerat · Sponsor

  • Sozialdemokratische Partei der Schweiz · Ständerat · Cosponsor

  • Sozialdemokratische Partei der Schweiz · Ständerat · Cosponsor

  • Mouvement Citoyens Genevois · Ständerat · Cosponsor

Where it was sent

No committee referral is recorded for this proposal.

These records span the legislative lifecycle. Each badge shows the record's current official state; the resulting law is linked only when the official source identifies it.