CHMotion · 20244392
Es braucht griffige Massnahmen gegen die missbräuchliche Verwendung von schweizerischen Rufnummern
Language
Introduced
2Committee
3Floor vote
4Signed
Official status:Überwiesen an den Bundesrat
- Introduced
- 12/17/2024
- Chamber
- Nationalrat
- Official source
- Swiss Parliament
- Last verified
- Oct 8, 2026
The registry's own summary
What it does
Bei der Missbrauchsbekämpfung ist die Identifikation der Abonnentinnen und Abonnenten, speziell bei Drittgeschäften, sehr zentral. Heute ist diese jedoch oft mangelhaft. Es braucht deswegen ein wirksames Mittel, damit die Identifikation der Abonnentinnen und Abonnenten möglichst immer eine gute Qualität aufweist. Ausserdem brauchen die Behörden eine einfache Möglichkeit, eine Re-Authentifizierung der Endnutzerin oder des Endkunden zu veranlassen. Falls der Re-Authentifizierung nicht nachgekommen wird, muss der Provider verzugslos den Zugang blockieren. Vermeintlich echte schweizerische Rufnummern, bei denen bei der Registrierung gefälschte oder verschleierte Identitäten verwendet wurden, werden zur vereinfachten Vertrauensbildung bei geschädigten Personen durch verschiedene Tätergruppierungen im Bereich der Cyberkriminalität verwendet. Betrügerbanden im Bereich der organisierten Kriminalität aber auch trittbrettfahrende Einzeltäter (z.B. bei Kleinanzeigebetrugstatbeständen) verwenden im grossen Stil solche falsch registrierten schweizerischen Rufnummern, da die potenziellen Geschädigten bei schweizerischen Rufnummern den Irrglauben haben, dass man die Abonnenten dahinter ausfindig machen kann. Die Problematiken, die mit der missbräuchlichen Verwendung von schweizerischen Rufnummern einhergehen, haben über die letzten Jahre in verheerendem Masse nachweislich zugenommen und in der Bevölkerung zu beträchtlichen monetären, aber auch emotionalen Schäden (z.B. Erschütterung des Vertrauens) geführt. Die derzeitigen Rahmenbedingungen in der Schweiz öffnen auf verschiedene Arten Tür und Tor, um die Registrierungspflicht zu umgehen bzw. bewusst auszuhebeln, ohne dass dies griffige Konsequenzen zur Folge hätte. Eine Blockierungspflicht und eine Erwerbssperre helfen massgeblich, dieses Problem zu lösen. Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion. Der Bundesrat wird gebeten, dem Parlament einen Erlassentwurf vorzulegen, der die Missbräuche beim Verkauf von schweizerischen telefonischen Rufnummern (SIM/eSIM) wirkungsvoll eindämmt. Provider im In- und Ausland, die schweizerische Nummernblöcke erwerben, sollen bei einer Missachtung der (Re-)Identifikationspflicht der Abonnentinnen und Abonnenten keine weiteren Nummern erwerben können und verpflichtet werden, Nummern ohne korrekt identifizierte Abonnierende zu blockieren. Es braucht griffige Massnahmen gegen die missbräuchliche Verwendung von schweizerischen Rufnummern
Who proposed it
Sponsors by party
- 1Sozialdemokratische Partei der Schweiz1
- 2Schweizerische Volkspartei1
- 3Die Mitte1
- Seiler GrafLead proponent
Where it was sent
No committee referral is recorded for this proposal.
These records span the legislative lifecycle. Each badge shows the record's current official state; the resulting law is linked only when the official source identifies it.